BBC: "America today is an uncivil society with a President who calls for his opponent to be locked up, a legislature that seems to be interested only in partisan shouting, not governing, and with large chunks of the media egging on the bad behaviour. This state of affairs didn’t happen overnight. Michael Goldfarb traces the current era of partisan gridlock to the midterm election of 1994, when the Republicans led by Newt Gingrich took over the House of Representatives. His view of politics, it's the war of all against all, as opposed to an arena for compromise and consent, has taken over. Michael looks at Gingrich's rise to power and examines the ignoble history of rude, violent debate that has characterised American politics from the country’s founding. And he asks if there is any way out of America’s current predicament."
Axel Milberg liest in vier Folgen ausgewählte Passagen aus Tocquevilles bahnbrechender Studie Über die Demokratie in Amerika.
BR2: "Mehr Gleichheit unter den Menschen heißt nicht automatisch mehr Freiheit für alle. Das war für Alexis de Tocqueville bereits vor mehr als 180 Jahren klar. Als einer der ersten Aristokraten erkannte der spätere französische Außenminister die Demokratie als die für die Zeit richtige Regierungsform an. Seine Lebensaufgabe sah er darin, die Demokratie zu "belehren", auf Gefahren hinzuweisen. Er warnte vor Despotismus, vor der Vereinzelung und der Rastlosigkeit der Bürger." Weiter
Welche Art von Despotismus die demokratischen Nationen zu fürchten haben (mp3)
In seinen Betrachtungen über die amerikanische Gesellschaftsordnung macht sich der französische Aristokrat für die Demokratie stark, sieht in der Religion positive Aspekte. Aber er spricht auch von den Gefahren, welche das allgemeine Streben nach Gleichheit in der modernen Demokratie mit sich bringt. Die Bestimmung der Gleichheit ist es, die Freiheit des einzelnen zu fördern und zu garantieren. Gleichzeitig aber sieht diese Freiheit sich mehr denn je bedroht von der wachsenden Zentralisierung der Gewalt in den Händen des Staates. Deswegen lautet die Überschrift des letzten Kapitels des Buches „Welche Art von Despotismus die demokratischen Nationen zu fürchten haben“. Mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in den USA, den Entwurf einer neuen, realitätsfernen Weltordnung, die groben Methoden der Unterdrückung, die Attacken gegen die Presse, das Verleugnen von Fakten sind Tocquevilles Gedanken hoch aktuell. Es liest Axel Milberg.
BBC: "Recent high-profile cases of unarmed black men dying at the hands of the US police have sparked protests and civil unrest in several American cities. The deaths of Michael Brown, Eric Garner, Walter Scott, and Freddie Gray are - some claim - evidence of long-standing problems with police racism and excessive violence. Four expert witnesses talk to the BBC World Service Inquiry programme, including the head of President Obama's taskforce on police reform, Charles Ramsey." More
dradio.de: "Amerika war einmal, einem alten Klischee entsprechend, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ein Traum von Freiheit und Wohlstand für kriegsgeschädigte Europäer und ein Mythos der westlichen Zivilisation." Weiter
Der Börsenguru George Soros hat fünf Millionen Dollar für die Wahlkampagne gegen US-Präsident Bush gespendet. Es sei "das Hauptziel" seines Lebens, dass Bush bei der Wahl im November 2004 geschlagen werde. Mehr
Die Amerikaner sind empfindlich, wenn es um ihre individuellen Freiheiten geht. Nach Ansicht des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore höhlt George W. Bush jedoch konsequent die Bürgerrechte aus. Der Präsident setze blind auf Überwachung und Kontrolle, die an George Orwells Schlüsselroman "1984" erinnerten. Washington - Bush habe es versäumt, das Land nach den Anschlägen vom 11. September sicherer zu machen. Stattdessen seien die USA in einem Ausmaß auf dem Weg in einen Orwellschen Überwachungsstaat, wie keiner das je für möglich gehalten habe, sagte Gore.
Er forderte die Rücknahme des Patriot Acts, eines Gesetzes, das der Regierung mehr Vollmachten bei der Überwachung gibt. Das nach dem 11. September noch mit großer Mehrheit verabschiedete Gesetz ermöglicht es den Sicherheitskräften unter anderem, die Lesegewohnheiten von Bürgern zu überwachen und verdeckte Durchsuchungen durchzuführen. Die Kritik von Gore am Patriot Act wird inzwischen von etlichen demokratischen und auch republikanischen Senatoren geteilt. Im Senat laufen Bemühungen, besonders strittige Befugnisse wieder zu streichen.
Die Regierung scheine davon auszugehen, dass die Bürger auf einige ihrer Freiheiten verzichten müssten, wenn sie vor Terroristen sicher sein wollte, erklärte Gore. Er halte aber die Einschränkung von Bürgerrechten zum Schutz vor Terrorismus genauso wenig für sinnvoll wie den Angriff auf den Irak, um Osama bin Laden zu fassen. In beiden Fällen habe die Regierung das Land unnötigen Gefahren ausgesetzt, sagte Gore, der Bush bei der Präsidentenwahl 2000 nur durch das umstrittene Ergebnis in Florida unterlegen war.