Metallica-Bandchef Lars Ulrich, 44, über Moral, Prozesse gegen Fans und Computerspiele als Verdienstquelle.
spiegel.de: So lässig nehmen Sie die Internet-Piraterie sonst nicht. Sie gelten als strenger Download-Feind, der sogar Fans belangte, die Metallica-Songs illegal per Computer verbreitet hatten. Noch ein Missverständnis?
Ulrich: Absolut. Das haben alle gründlich missverstanden. Im Gegenteil, ich fand die Napster-Jungs sogar extrem smart. Das ganze Metallica-verklagt-Napster-und-die-Fans-Gebrabbel ist einfach nur Schwachsinn!
spiegel.de: Der Radiohead-Ansatz, ihr Album "In Rainbows" zu einem Preis nach freier Wahl zum Download anzubieten, war radikal. Wäre das eine Option für Metallica?
Ulrich: Radikal? Na ja, ich würde es eher sehr cool nennen, was Radiohead da getan haben. Aber es ist auch nur eine von vielen Optionen für ein Album: CD? Download? Deluxe-Box-Set? Oder doch Vinyl? Vor 40 Jahren gab es einfach nur LPs und Singles. Braucht man heutzutage so viele Optionen? Offensichtlich ja. Der Vorteil dieser neuen Herangehensweisen ist schon, so direkt wie noch nie mit den Fans zu kommunizieren. Das ist cool." Das vollständige Interview auf Spiegel.de