würde ich jetzt nicht so sehen. Laut deinem eigenem Posting ist er schlicht
dir unbekannt, was ja sicherlich nicht als Verallgemeinerung gedacht war, oder :-)
Im
Dadaismus Band des Taschen Verlag, wird er im gleichen Umfang vorgestellt, wie alle anderen Künstler in diesem Buch auch. Allerdings werden nur seine frühen, sprich weniger eindeutig politischen Werke vorgestellt. Allerdings dürften Menschen der damaligen Zeit viel weniger Probleme gehabt haben die Bilder "zu lesen" ,dass heisst ihre Aussage und zu erkennen. Heute hat man schon Probleme die Zeitungsüberschriften und Artikel, die ja oft in dadaistischen Bildern vorkommen, überhaupt zu entziffern, da in Altdeutsch geschrieben. Zudem zeigen die aus den Zeitungen ausgeschnittenen Photos ja immer Personen des damaligen Lebens. Schaut man sichheute diese Bilder an, sieht man auf den ersten Blick nur Männer mit riesigen Schnauzbärten und jede Menge altdeutsche Schrift. Die Frage ist auch, wollten alle Dadaisten eine politische Possition beziehen? Das umgedrehte Urinal von Marcel Duchamp dürfte kaum politsche Fragen aufwerfen. Allerdings wird es heute als eines der wichtigsten Werke des 20. Jhd. und Duchamp als Erfinder des Readymade angesehen. Darüber hinaus macht das Urinal klar, dass sich ein Gegenstand hauptsächlich über seinen Kontext definiert. Diese Werk stellt somit wohl eher den damaligen Kunstbegriff als die Politik in Frage
Falls er als Dadaist in Vergessenheit gerät, bleibt er hoffentlich als Begründer der Photomontage in Erinnerung. Oder zumindest als jemand der die Photomontage perfekt beherrschte und einsetzten konnte. Und wem wird heute schon eine Oper gewidmet :-)